Autogenes Training

nach Schultz; kurz AT

 

Allgemeines

Was bedeutet eigentlich Autogenes Training?

Das Wort „autogen“ hat hier die Bedeutung, sich aus sich selbst heraus
zu entspannen oder auch zu beruhigen.

Autogenes Training wurde in den 1920er Jahren von dem Nervenarzt
Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz ins Leben gerufen. Es beruht auf medizinischen Erfahrungswerten und ist daher frei von Ideologie und Mystik. Seine Erfolge sind wissenschaftlich belegt und werden bereits seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert.

Vereinfacht ausgedrückt, besteht die Aufgabe des Autogenen Trainings darin, tiefe Entspannung von Körper, Geist und auch der Seele hervorzurufen, die dann auch eine positive Selbstbeeinflussung ermöglicht.
Autogenes Training ist ein mentales, geistiges Verfahren, indem vorgegebene Sätze (Formeln) mehrmals verinnerlicht werden und dann automatisch weiterwirken.

Viele körperliche Beschwerden haben oft seelische Ursachen oder entstehen,
nicht selten, in Beziehung mit unserem Seelenleben. Dies gilt z. B. für Asthma, Herzerkrankungen oder Magengeschwüre, nach neueren Erkenntnissen aber auch für Krebs, Allergien und zahlreiche andere Krankheiten.

 

Ablauf

Der Grundkurs AT (Unterstufe) besteht aus verschiedenen, aufeinander aufbauenden, Übungen, die in insgesamt 10 Kursstunden erarbeitet werden:

Ruhe – Wärme – Schwere
und die Organübungen: Atmung – Herz – Sonnengeflecht - Kopf

Alle Übungen werden einzeln besprochen und geübt. Die einzelne Übungseinheit besteht aus einem speziellen Formelmix, d.h. jede Formel wird mit einer Fantasiegeschichte verbunden, in der unser Geist auf eine Reise geht und das vegetative Nervensystem heruntergefahren wird, um so größtmögliche Entspannung zu erzielen.

Nach jeder Übung ist es sehr wichtig und unbedingt notwendig, eine so genannte Rücknahme durchzuführen. Beim Autogenen Training wird das vegetative Nervensystem auf Ruhe und Entspannung umgeschaltet, dies geschieht im ganzen Körper und verändert verschiedene Körperfunktionen. Diese Veränderungen sind während des Autogenen Trainings sehr nützlich, lassen sich aber nach beendeter Übung nicht mit der im Alltag erforderlichen Aktivität, Aufmerksamkeit und Spannkraft des Körpers vereinbaren. Deshalb die Rücknahme: Augen reiben,
Arme und Beine kräftig ausschütteln!